Sich ärgern – was wirklich dahinter steckt

Yvonne Bäumer Allgemein, Dossier Kommentar schreiben

Ausgerechnet dann, wenn ein wichtiger Termin ansteht, verschlafen? Den perfekten Parkplatz in der Stadt vor der Nase weggeschnappt bekommen? Es gibt zahlreiche Gründe für Ärger. Das Gefühl entsteht dabei immer im Bauch und tritt im Durchschnitt zwei Mal pro Woche auf. Die Gute Nachricht ist: Ärger verschwindet meist innerhalb von 60 Minuten wieder. Aber woran liegt es, dass er immer wieder kehrt und nur schwer zu kontrollieren ist?

Sich ärgern? Eine Frage des Charakters

Sich ärgern heißt nicht für jeden, dass der Adrenalinspiegel steigt, das Herz schneller schlägt und der Kopf hochrot anläuft. Menschen ärgern sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Das Gefühl trägt jeder in sich – Die Ausprägung allerdings kann sich massiv unterscheiden. Während die einen vor Wut schäumen, können andere das Aufkommen schon deutlich besser regulieren und die Situation vielleicht sogar mit Humor nehmen. Was wirklich dahinter steckt ist aber meist etwas anderes: Wir fühlen uns hilflos und sind überfordert und der Körper reagiert. Ärger ist daher auch oft ein Gefühl der Ohnmacht, aus der heraus der Zorn entsteht.

Gelassener werden? Es geht!

Wer erst einmal eingesehen hat, dass das Ärgernis als solches noch nie zu einem Ergebnis geführt oder gar eine Situation noch einmal umgekehrt hat, wird gelassener werden. Was wirklich dahinter steckt, wenn man sich sehr ärgert, ist nämlich oft gar nicht so relevant. Nicht jedem ist die nötige Portion Humor gegönnt, um darüber lachen zu können, wenn es zu Hause in der Küche zu einem Unfall gekommen ist und nun die nächste Stunde vor allem mit Putzen verbracht werden darf. Doch Folgendes muss sich jeder klar machen, wenn die Wut künftig fern bleiben soll: Es hilft doch nichts. Nun ist es eben so: die Zeit kann nicht zurückgedreht werden – Weiter geht’s!

Sie suchen eine neue berufliche Perspektive?

Sie möchten sich im sozialen Bereich selbstständig machen? Dann werden Sie doch Lebenshelfer.

Jetzt Informationsbroschüre anfordern
„Es wäre dumm, sich über diese Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum.“Marcus Aurelius
Zorn und Wut dürfen zugelassen werden

Menschen, die sich besonders häufig über Dinge ärgern, mussten in ihrer Kindheit exakt jene Gefühle unterdrücken. Sie wurden großgezogen mit dem Ratschlag, dass Zorn nicht in Ordnung ist und herunter geschluckt werden soll. Aufregen war nicht gestattet. Gerade dann leiden die Betroffenen in späteren Jahren unter einer sehr aufgeprägt Art des Ärgerns. Doch diese Gefühle können sogar krank machen und sollten spätestens dann psychologisch behandelt werden, wenn Bluthochdruck und Herzrasen die Folge sind.

Bildnachweis: © sasint / Pixabay

Teile diesen Artikel

Über den Autor
Yvonne Bäumer

Yvonne Bäumer

Yvonne Bäumer ist Redakteurin der SeniorenLebenshilfe. In dieser Funktion kümmert sie sich sowohl um den Blog für werdende Lebenshelfer als auch um den Blog für Senioren und deren Angehörige. Als gelernte Verlagskauffrau sowie Geschichtswissenschaftlerin, hat sie bereits einige Erfahrungen in der gezielten Textverfassung, u.a. hat sie auch schon Musikrezensionen geschrieben.

Neueste Artikel unseres Magazins

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.