Wie sicher ist eine Selbstständigkeit?



Wer noch nie selbstständig gearbeitet hat, bringt Selbstständigkeit häufig mit Unsicherheit in Verbindung. Schließlich weiß „man“ doch nie genau, wie viel Geld am Ende des Monats auf dem Konto sein wird – richtig? Wie ist das, wenn nicht genügend Aufträge reinkommen, und wie funktioniert die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder im Urlaub? Manche der Vorurteile gegenüber der Selbstständigkeit stimmen tatsächlich – andere sind völlig aus der Luft gegriffen. Tatsächlich ist es gut möglich, selbstständig und zugleich sicher zu sein.

In diesem Artikel beleuchten wir, wie Sie sich eine solche Sicherheit auch in einer Selbstständigkeit schaffen können. Doch zunächst werfen wir einmal einen Blick darauf, was „Sicherheit“ überhaupt bedeutet.




Die Frage nach der Sicherheit in Selbstständigkeit und Festanstellung

Die meisten Angestellten haben in ihrer Festanstellung ein Sicherheitsgefühl: Jeden Monat wird das gleiche Gehalt überwiesen, im Idealfall läuft der Vertrag unbefristet weiter, und im Krankheitsfall gibt es die Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Alles verläuft in geregelten Bahnen und meist gibt es eine Perspektive von zumindest einigen Monaten.

Was genau verstehen wir also unter dem Begriff „Sicherheit“ – ob in einer Selbstständigkeit oder im festen Job? Folgende Punkte könnten zum Beispiel gemeint sein:

  • finanzielle Sicherheit: die Garantie auf einen festen Betrag pro Jahr oder Monat
  • Planbarkeit: das Wissen, wie lange man einen Job ausüben wird (etwa, weil es im Arbeitsvertrag steht)
  • Absicherung: Krankheit, Urlaub, Rente – Versicherungen stellen sicher, dass trotzdem Geld gezahlt wird
  • emotionale Sicherheit: die Gewissheit, dass das Umfeld (Kunden, Vorgesetzte, Kollegen etc.) gleich bleibt
  • persönliche Sicherheit: das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten oder den eigenen Umgang mit Veränderung

Wie Sie bestimmt schon erkennen, haben manche dieser Sicherheiten mit Selbstständigkeit oder Festanstellung in erster Linie nichts zu tun. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zum Beispiel kann durchaus im Rahmen einer Selbstständigkeit stärker wachsen als in manchem festen Job – ebenso wie der Einfluss darauf, mit welchen Kunden und Kollegen man zusammenarbeitet.

Wenn es um die Frage nach der Sicherheit in einer Selbstständigkeit geht, ist also tatsächlich meist die finanzielle Sicherheit gemeint (die auch teilweise die Grundlage für den Punkt „Planbarkeit“ ist). Mit diesem Blickwinkel also: Ist eine Selbstständigkeit sicher? Und welche Möglichkeiten gibt es, sich eine sichere Selbstständigkeit aufzubauen?



Selbstständig und sicher: Geht das?

Viele Angestellte möchten die (vermeintliche) Sicherheit ihres Jobs nicht aufgeben. Dahinter stecken häufig Wissenslücken, denn tatsächlich ist auch innerhalb der Selbstständigkeit eine Absicherung möglich – nur wissen viele Menschen gar nichts davon. Schauen wir uns einige der gängigen Meinungen genauer an:

„Eine Festanstellung ist sicherer als eine Selbstständigkeit.“

Falsch.

Zwar garantiert Ihnen Ihr Arbeitsvertrag ein festes monatliches Einkommen über eine vereinbarte Zeit. Doch Verträge können auslaufen, gekündigt oder gar gebrochen werden. Umstrukturierungen im Unternehmen, betriebsbedingte Kündigungen oder Kurzarbeit – das sind nur einige Szenarien, die die vermeintliche Sicherheit einer Festanstellung infrage stellen.

Natürlich können von Schwankungen auf dem Markt auch Selbstständige betroffen sein. Dennoch lässt sich mit guter Planung eine Selbstständigkeit so aufbauen, dass Sie mit einem relativ konstanten Einkommen rechnen können.

Eine absolute Sicherheit gibt es also weder in der Selbstständigkeit noch im Angestelltenverhältnis. Mit guter Planung müssen Sie jedoch in einer Selbstständigkeit nicht auf Ihr Sicherheitsgefühl verzichten, denn es ist möglich – und sinnvoll! –, die Finanzen im Voraus zu kalkulieren.

„Als Selbstständiger habe ich kein sicheres Einkommen.“


Falsch.

Von außen wirkt es möglicherweise so. Denn wenn ich als Selbstständiger keine Aufträge bekomme, verdiene ich auch nichts. Das ist natürlich zunächst einmal richtig. Doch warum sollten Sie keine Aufträge haben?

Zur Vorbereitung unserer Lebenshelfer auf die Selbstständigkeit gehört zum Beispiel eine gründliche Umsatz- und Marketingplanung. Unsere Lebenshelfer wissen genau, wie viel sie arbeiten müssen, um ihr gewünschtes Einkommen zu erhalten – und was sie tun müssen, um ihre Kunden zu gewinnen und zu behalten. Außerdem entscheiden sie selbst über ihren Stundensatz, was für viele Angestellte ein Traum bleibt. Zu einer guten und sicheren Planung (die wir mit unseren Lebenshelfern gemeinsam erarbeiten) gehört auch, dass sie frühzeitig finanzielle Rücklagen bilden. So sind sie auch in der Selbstständigkeit gut abgesichert.

Wahr ist also: Finanzielle Sicherheit in der Selbstständigkeit ist eine Frage der Planung.



Als selbstständiger Lebenshelfer arbeiten

Alles, was Sie an Informationen rund um das Thema Lebenshelfer werden brauchen:

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„Selbstständige müssen selbst für ihre Aufträge sorgen.“


Richtig.

Marketing und Werbung sind wichtige Aufgaben in einer Selbstständigkeit. Sicherheit entsteht dadurch, dass Sie genau wissen, welche Maßnahmen Ihnen neue Aufträge einbringen.
Die SeniorenLebenshilfe unterstützt ihre Lebenshelfer einerseits mit Marketing- und Werbemaßnahmen sowohl vor Ort als auch deutschlandweit. Noch wichtiger ist aber: Durch umfangreiche Schulungen lernen unsere Lebenshelfer den gesamten Prozess kennen, sodass sie in der Lage sind, selbst neue Kunden zu gewinnen. So hat jeder Lebenshelfer die Kontrolle darüber, wie sich seine Selbstständigkeit entwickelt. Das schafft Sicherheit.
Einen solchen Einfluss hat ein Angestellter meist nicht. Er ist darauf angewiesen, dass die Verantwortlichen für ausreichend Aufträge sorgen, und ist abhängig von deren Ergebnissen.

„Selbstständige sind nicht abgesichert, wenn sie krank oder arbeitslos werden.“


Falsch.

Viele Angestellte wissen nicht, dass es auch Selbstständige Krankengeld erhalten können – und zwar sowohl dann, wenn sie selbst krank werden, als auch, wenn die Kinder betroffen sind. Mit unseren Lebenshelfern gehen wir im Detail durch, welche Absicherungen für Selbstständige es gibt und wie sie zum Beispiel ihre Krankenversicherung um das Krankentagegeld ergänzen können.
Wie sieht es mit der Arbeitslosigkeit aus? Das Ziel ist natürlich, Ihre Selbstständigkeit so sicher aufzubauen, dass eine Arbeitslosigkeit gar nicht zur Debatte steht. Dennoch ist es möglich, eine freiwillige Arbeitslosenversicherung abzuschließen – auch für Selbstständige. Auf Absicherung brauchen Sie also nicht zu verzichten.

„Als Selbstständiger muss ich alle Sozialversicherungsbeiträge selbst bezahlen.“


Richtig.

Für Angestellte übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge – also Beiträge zur Kranken-, Renten-, Unfall-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.
Als Selbstständiger müssen Sie diese Beiträge selbst zahlen, wobei einige der Versicherungen freiwillig sein können. Für eine sichere Selbstständigkeit ist es wichtig, dass Sie vorab genau wissen, welche Beträge fällig werden, und diese in Ihre Finanzplanung mit einkalkulieren. Das Gleiche gilt übrigens für Ihre Urlaubstage. Mit unseren Lebenshelfern berechnen wir daher vorab alle Zahlen so, dass Urlaubszeiten und Versicherungsgelder problemlos abgedeckt werden.

Auch hier gilt: Eine gute Planung ist der Schlüssel zur Sicherheit in der Selbstständigkeit.



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Man kann selbstständig und sicher sein

Der Glaube, dass eine Selbstständigkeit mit Unsicherheit verbunden ist, entsteht häufig durch Wissenslücken: Viele Menschen wissen nicht, wie eine gründliche Planung die Grundlage für eine sichere Selbstständigkeit schafft und welche Möglichkeiten der Absicherung zur Verfügung stehen.

Unser Tipp für Sie: Lassen Sie sich keine Unsicherheiten einreden von Menschen, die noch nie selbstständig waren. Fragen Sie vielmehr, welche Möglichkeiten es tatsächlich gibt, und halten Sie sich an Menschen, die diesen Weg bereits gegangen sind. Es ist möglich, selbstständig und sicher zu sein.


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